DAS TERRARIUM
 

Eine der häufigsten Fragen, die man als Bartagamenbesitzer gestellt bekommt lautet:

Wie gross muß ein Terrarium für die Tiere sein ???
Diese Frage lässt sich nicht einfach mit einem Satz beanworten. Es kommt nämlich darauf an wieviele Tiere man halten will und was noch wichtiger ist, wie groß sind sie !?

 

Für 2-3 Jungtiere eignet sich ein Becken von 100cm Länge, wobei man bedenken muß, daß mit zunehmendem Alter und Größe der Tiere auch das Terrarium größer werden muß (ca. nach 1 Jahr). Für ein ausgewachsenes Pärchen Bartagamen hingegen sollte man die Größe von 120x60x60cm (LxBxH) nicht unterschreiten, besser ist es jedoch ein Terrarium ab einer Größe von 150x70x60cm zu wählen. Ein altes Aquarium eignet sich nicht wirklich für die Haltung von Bartis, da wir keinen optimalen Luftaustausch bieten können.
Weiterhin kann man hier folgende Themen finden:

- Bodengrund

- Ausstattung

- Elektrik und UV-Bestrahlung

Bodengrund

Als Bodengrund eignen sich Sand, Kies und auch Holzraspel, wobei ich den Sand vorziehe da er leichter zu handhaben bzw. auszuwechseln ist und die Tiere auch buddeln können. Im Grunde kann man bei der Auswahl des Sandes keine fehler machen, wenn man ein paar Dinge in Betracht zieht.
Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Sand. Es gibt veschiedene Arten der Körnung ( größe der Sandkörner) sowie verschiedene Schärfen (gebrochene Sandkörner, entsprechend Scharfkantig z.B. Bausand). Meiner Meinung nach eignet sich am besten die folgenden Sand- und Kiesarten, da sich nur Sand und Kies aus geschliffenen Körnern eignet.

- Kinderspielsand

- Terrariensand ( ist in verschiedenen Farben erhältlich )

- Aquarienkies ( sehr Fein oder sehr Grob )

 

Ausstattung des Terrariums

Wie jeder selbst, brauchen auch Bartagamen einige Dinge zum Leben, die wir ihnen ziemlich einfach bieten können. Dazu gehören zum Klettern, Ausruhen und Verstecken ein paar Äste, Verstecke ( Steinen oder Korkröhren ), eine Rückwand und weitere Innenausstattungen.

 

Äste

Um den Tieren eine Möglichkeit zum Klettern, Ausruhen oder auch Sonnen geben zu können, kann man stabile Äste, ins Terrarium bauen. Man muß dabei nur beachten, dass sie entweder an der Rückwand oder auf eine Holzplatte befestigt und die dann auf den Boden des Terrariums legt und mit Bodensubstrat bedeckt. Durch einbringen der Äste in das Terrarium entstehen Ruheplätze, die man so anbringen sollte, dass die Tiere sich auch näher von den Lampen wärmen können.

 

Verstecke

Zu den Verstecken lässt sich eigentlich nicht viel sagen, ausser das man sie so einbauen sollte, dass man jederzeit an die Tiere ran kommt und das sie dem grössten Tier entsprechend angepasst sind, da sich manche Tiere in der Nacht zum schlafen in solche Verstecke zurück ziehen. Als Materiel lassen sich Steine, Holzrinde, Korkrinde usw. sehr gut verwenden.

 

Rück- und Seitenwände

Rück- und Seitenwände sind nicht dringend erforderlich, bringen aber eine sinnvolle Ergänzung, da man an ihnen wie schon erwähnt Äste befestigen kann und ausserdem bringen sie weitere Möglichkeiten für Sonnenplätze.
Die einfachste Möglichkeit sind Korkplatten, die man einfach mit Aquariensilikon an die Scheiben kleben kann. Der Nachteil bei dieser Lösung besteht darin, dass die Tiere diese auch nutzen zum klettern und dadurch Teile rausbrechen können und die Optik darunter leidet.
Die etwas elegantere aber auch aufwendigere Lösung ist es, aus Styroporplatten, Baukleber und Putz eine Rückwand zu modelieren. Der grosse Vorteil bei dieser Lösung besteht darin, dass man seinem Erfindungs-reichtum freien lauf lassen kann und Farbe, Form und Sonnenplätze nach eigenem ermessen einbringen kann.

 

Inneneinrichtung

Als ergänzendes zu den schon oben erwähnten Einrichtungsutensilien kann man jegliche Art von Steinen, Schieferplatten, verschiedene Kakteen- und Pflanzenarten oder auch Kunstpflanzen verwenden. Hierbei gibt es keine Grenzen, wenn es um Kreativität und Erfindungsreichtum geht.

 

Elektrik und UV-Bestrahlung

Unter Elektrik versteht man im grossen und ganzen eigentlich die Beleuchtung und die evtl. Beheizung, die aber nur benötigt wird, wenn es mit Strahlern nicht möglich ist, genügend Wärme ins Terrarium zu bringen.
Für die Beleuchtung verwendet man am besten Spotstrahler um einerseits die Wärme ins Terrarium zu bekommen und andererseits den Tieren Sonnenplätze bieten zun können. Für die evtl. benötigte Heizung, kann man Heizkabel nehmen die einfach in den Sand eingegraben werden und den Sand erwärmen. Es gibt aber auch künstliche Felsen die auf dem gleichen Prinzip basieren wie die Heizkabel. Ich persönlich benutze solche Heizungen nicht, da meine Spotstrahler genügend Wärme ins Terrarium bringen und an den Sonnenplätzen gleichzeitig auch den Untergrund d.h. den Sand oder die Steine erwärmen, um so verschiedene Temperaturen ins Terrarium bringen.

 

UV-Beleuchtung

Zusätzlich zu den eben erwähnten Spotstrahlern wird nun noch eine UV-Beleuchtung unbedingt notwenig, da die Tiere einen hohen Anteil UV-B Strahlen, die sie zur Umsetzung von Vitaminen im Organismus benötigen. UV-Beleuchtung kann man in den verschiedensten Ausführungen bekommen. Am häufigsten verwendet werden UV-Röhren die am besten innerhalb des Terrariums angebracht werden, die aber auch ausserhalb anbringen kann, wenn man im Deckel Ausschnitte hat und die mit Drahtgaze abdeckt, weil man somit die UV-Filterung durch das Glas umgeht. Bei verwendung von UV-Leuchtstoffröhren ist es Wichtig, das sie den Hinweis UV-B5.0 besitzen.
Eine weitere Möglichkeit der UV-Beleuchtung besteht darin das es UV-Lampen gibt, die man wie die Spotstrahler auch, einfach in eine ganz normale Lampenfassung schrauben kann und diese dann im Inneren des Terrariums anbringt.

 

Um zu guter letzt noch die Frage, "Wieviele Lampen, mit wieviel Watt und ob eine Heizung oder nicht werden benötigt?", zu beantworten. Da diese Frage nicht einfach so zu beantworten ist, verweise ich an dieser Stelle an den Fachhändler bzw. an das Forum, weil dies alles auf Grundfläche und Material des Terrariums ankommt.